Anfang März 2026 erschien der Band 120.2025.2 der Zeitschrift „Anthropos“ mit einer Rezension von mir zu dem Buch von Pater Karl Josef Rivinius SVD mit dem Titel „Die Apostolische Präfektur Kaiser-Wilhelms-Land unter dem Generalat von Nikolaus Blum SVD„. Das Buch ist im Franz Schmitt Verlag erschienen. Pater Rivinius SVD, ein ausgewiesener Kenner der Missionsgeschichte in der ehemaligen deutsche Kolonie Deutsch-Neuguinea liefert mit dem Buch einen wichtigen Beitrag zur Erhellung Missionsgeschichte zur Zeit deutscher kolonialer Einflussnahme.Der Band wurde von mir positiv besprochen, da er sich gut liest und viel Information enthält, die der Detailkenntnis des Autors geschuldet ist, und eine nachhaltige und substantielle Bereicherung für die Erhellung der Missionsgeschichte darstellt.
Das Buch umfasst 464 Seiten und ist im Siegburger Franz Schmitt Verlag erschienen. Es ist der neueste Band der Reihe Studia Instituti Missiologici Societatis Verbi Divini. Es kostet 41,10 Euro.
ISBN: 9783877105603
Inhalt: Auf Ersuchen der Propagandakongregation übernahm 1895 die Gesellschaft des Göttlichen Wortes die Missionstätigkeit in Deutsch-Neuguinea. Nach der Errichtung der Apostolischen Präfektur Kaiser-Wilhelms-Land und der Ernennung des China-Missionars Pater Eberhard Limbrock zum Apostolischen Präfekten traf dieser im August 1896 mit zwei Patres und drei Brüderndort ein. Mit Eifer gingen sie daran, eine Infrastruktur aufzubauen und Missionsstationen an der langgestreckten Küste zu errichten. Dabei kam Limbrock seine Erfahrung in China zugute. Bis zu seinem Tod im Januar 1909 in Steyl übte Generalsuperior Janssen auf die dortige Missionsarbeiteinen bestimmenden Einfluss aus. Infolge unterschiedlicher Konzeptionen und nicht genehmigter Maßnahmen kam es gelegentlich mit dem Präfekten Limbrockzu Meinungsverschiedenheiten und Spannungen.
Unter Generalsuperior Nikolaus Blum, Janssens Nachfolger, nahmen die Konflikte wegen divergierender Ansichten und mit Steyl nicht abgestimmten Entscheidungen an Schärfe zu. Sie schlugen sich zuletzt in einer erbitterten, allerdings ungerechtfertigten Anklageschrift Limbrocks gegen die SVD-Leitung nieder. Die uneinsichtige Haltung des Apostolischen Präfekten führte schließlich zu seiner Abberufung durch Rom.