Nach elf Jahren in der Funktion als Zweiter Vorsitzender der Gesellschaft für Globalgeschichte (vormals Gesellschaft für Überseegeschichte) stand ich – so wie alle anderen Mitglieder des bis dato amtierenden Vorstands – nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Seit 2015 und bis zum 11. Juni 2026 amtierte ich in der genannen Funktion in der Gesellschaft, die sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt hat und dabei einen überaus positiven Weg zurückgelegt hat. Es wurden nicht nur jährlich die Jahrestagungen erfolgreich durchgeführt, das Jahrbuch für europäische Überseegeschichte herausgegeben und der Behaim-Preis an prämierungswürdige akademische Abschlussarbeiten verliehen, sondern auch regelmäßig Vorstandssitzungen abgehalten, um den laufenden Betrieb zu organisieren und eine Webpage zu betreuen.
Vor allem war es eine absolut richtige Entscheidung, in den vergangenen jahren, trotz anfänglicher Widerstände einiger weniger vor allem älterer Fachkollegen, die Umbenennung der Gesellschaft von „Gesellschaft für Überseegeschichte“ (GÜSG) in „Gesellschaft für Globalgeschichte“ (GfGG) nach einem klaren Mitglieder-Votum von über 75 Prozent dafür, konsequent umzusetzen. Die Teilnehmerzahlen bei den Jahrestagungen geben uns recht. Insbesondere viele jüngere Fachkolleginnen und Fachkollegen haben zwischenzeitig den Weg zur GfGG gefunden und bereichern diese entscheidend.
Einher ging mit der Umbenennung, dass wir die Buchreihe „Beiträge zur Globalgeschichte“ begründeten und bereits mehrere Bände erschienen sind, sowie die periodisch zwei Mal jährlich erscheindende Fachpublikation „Globalgeschichte / Global History“ aus der Taufe hoben, in der qualittiv hochwertige und einem ausführlichen peer review Prozess unterworfene Fachbeiträge veröffentlicht werden. Auch hier sind bereits mehrere Jahrgänge erschienen.
Nachdem ich bereits von 2009 bis 2011 im Beirat der Gesellschaft für Überseegeschichte (GÜSG) und von 2011-2015 bereits auch schon im Vorstand der GÜSG agierte, wurde ich 2015 zum Zweiten Vorsitzenden gewählt. Es war mir eine große Ehre und Freude, dieses Amt neben dem Ersten Vorsitzenden Prof. Dr. Mark Häberlein sowie Prof. Dr. Margrit Schulte-Behrbühl und Dr. Oliver Krause bekleiden zu dürfen. Ich wünsche dem nun neu gewählten Vorstand der GfGG unter ihrem neuen Ersten Vorsitzenden Prof. Dr. Jürgen Nagel alles Gute und weiterhin viel Erfolg.
Gleichzeitig wurde ich nun in den personell wieder neu aufgestellten Beirat der Forschungsstiftung für vergleichende europäische Überseegeschichte gewählt, der bislang kongenial über einen langen Zeitraum von Prof. Dr. Markus Denzel erfolgreich geführt worden ist. Die Wahl erfolgte einstimmig. Ich freue mich, dass ich in dem siebenköpfigen Gremium damit der GfGG verbunden bleibe, da die GfGG und die Forschungsstiftung eng zusammenarbeiten.